Ein Haustier fürs Herz: Die heilsame Kraft von Katzen, Hunden und Reptilien auf Körper und Seele

Ein Haustier fürs Herz: Die heilsame Kraft von Katzen, Hunden und Reptilien auf Körper und Seele

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Aus der Liebe für unser Haustier machen die meisten von uns wahrlich kein Geheimnis. Selbst haustierlose Menschen schätzen die kleine Pause zwischendurch auf Youtube beim Betrachten putziger Welpen, wahnsinniger Katzen und anderer unterhaltsamer Tiere. Tatsächlich kommt die Freude, die wir im Kontakt mit unseren geliebten Vierbeinern empfinden, nicht von ungefähr, sondern trägt maßgeblich zu unserer Gesundheit und nicht zuletzt zu unserer Lebensfreude bei.

In 7 Gründe, weshalb Hunde unserer Gesundheit guttun untersuchten wir die positiven Auswirkungen, die Hunde auf unsere Gesundheit haben. Von einer verbesserten seelischen Gesundheit und der Verminderung von Stress, über mehr Bewegung bis hin zu einer verbesserten Herzgesundheit sind die Vorteile, die Hundehalter genießen, „die köstliche Glasur eines ohnehin schon köstlichen Kuchens,“ (wie Lynn Marie Hulsman so treffend feststellte). Und so liegt die Vermutung nahe, dass etwas – oder jemand – der uns gesünder machen kann uns auch glücklicher machen kann.

Mel Spera, eine Veteranin der US-Armee, beschreibt sich selbst als „Veteranin mit Kleinunternehmen und Behinderung infolge eines Militärdienstes, die einem sehr speziellen Hund gehört“. Nachdem sie eine Behinderung infolge ihres Militärdienstes in den Ruhestand zwang, gründete Mel Spera (gemeinsam mit ihrem Hund Parker) ihr eigenes Unternehmen für Textdienstleistungen Parker’s Voice. Natürlich trägt Parker höchstpersönlich den renommierten Titel des „Präsidenten, Sicherheitsspezialisten und Cheftellerwäschers.“ Auf die Frage nach der Rolle des Haustiers auf ihrem Weg zum Glück, antwortet Spera „Allein die Tatsache, dass Parker bei mir ist, macht mich glücklich.“ Ihr Hund sorge immer wieder dafür, dass der Tag auf positive Weise beginnt und motiviere sie beide mit „Spaziergängen und Ballspielen zu mehr Bewegung – Letzteres, weil der Hund auf diese Weise auch versuche, seine Winterpfunde loszuwerden, so Spera.

Lynette Whiteman ist Geschäftsführerin des gemeinnützigen Programms Caregiver Canines in New Jersey, das älteren Menschen, die an ihr Haus gebunden sind, mit Besuchen von Therapiehunden versorgt. Sie erklärt, dass die Gegenwart eines Tieres deutliche Auswirkungen auf das menschliche Wohlbefinden haben kann: „Diese Hundebesuche bereiten sehr einsamen Menschen, die aus gesundheitlichen oder finanziellen Gründen keinen eigenen Hund halten können, enorme Freude.“ Für diese Menschen ist der anstehende Besuch ‚ihres Hundes‘ oder des ‚adoptierten Groß-Hundes‘ ein wunderbares Ereignis, auf das sie sich immer wieder sehr freuen.

Die Beobachtungen der positiven Auswirkungen von Caregiver Canines durch die freiwilligen Mitarbeiter werden durch Studien bestätigt. So haben die Forscher Dr. Cheryl A. Krause-Parello und Dr. John Kolassa eine wissenschaftlich belegte Verbindung zwischen Therapiehunden und dem verbesserten Wohlbefinden bei Senioren gefunden.

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Die Studie, in der Caregiver Canines als Haupteilnehmer fungieren, bewies, dass die gebündelte Sorge durch Pflegepersonal, Mediziner und Haustierprogramme das „Potenzial zur Verbesserung des sozialen und herzkreislaufspezifischen Wohlbefindens hat, die gesundheitliche Eigenmotivation erhöht und die Herzkreislaufgesundheit der in der Gemeinschaft lebenden Senioren verbessert.“

Doch es sind nicht nur Hunde, die uns Glücksmomente und ein gesteigertes Wohlbefinden bescheren. Manche Menschen profitieren auf gleiche Weise von der Anwesenheit anderer Tiere wie beispielsweise Vögel, Reptilien, Amphibien und Spinnentiere. Celeste Henklemann ist die Gründerin der Reptiles Lounge, einer Online-Community mit Tierbedarf-Shop und virtuellem Handbuch für Reptilienhalter. Sie initiierte ihre „Leidenschaftsprojekt“, als sie die positiven Auswirkungen bemerkte, die ihre Eidechse Igby auf ihre psychische Gesundheit hatte. Henklemann erklärt, dass sie unter Depressionen und Angstzuständen litt, nachdem ihr Lebenspartner im Zuge von Geschäftsreisen häufiger unterwegs war. Also machte sie sich auf die Suche nach einem Haustier, das ihr Gesellschaft leisten sollte. Aufgrund von Allergien, kamen Hunde und Katzen nicht infrage. Als Sie Igby in einem Tierhandel entdeckte, wusste sie, dass die richtige Lösung für sich gefunden hatte. „Nach acht Monaten mit Igby kann ich mit Sicherheit sagen, dass keine andere medizinische Maßnahme einen derart positiven Effekt auf mich hatte, wie mein kleiner, schuppiger Freund.“

Neben dem gesteigerten Wohlbefinden durch das neue Haustier fand Celeste Henklemann neue Kontakte in der Reptilien-Community. Nach nur wenigen Monaten verbuchte sie durch das Teilen von Fotos von Igby in ihrem Instagram Account einen rasanten Anstieg an Followern. „Ich habe Hunderte Follower, die ich alle mit Namen kenne,“ sagt sie. „Als ich einmal schrieb, dass ich einen schlechten Tag hatte, erhielt ich sofort persönliche Nachrichten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es diese Form des Zusammenhalts auch auf Social Media Plattformen für herkömmliche Haustiere gibt. Ein kleines Netzwerk mit Reptilienfans macht es einfacher, Freunde und Beistand zu finden.“

Von der Verbesserung unserer Gesundheit, über die Schaffung neuer sozialer Kontakte bis hin zu Quellen der Inspiration liefern Haustiere einen wertvollen Beitrag zu unserem Wohlbefinden und unserer Lebensfreude. Ob Sie nun auf der Suche nach einer Interessensgemeinschaft, einem lustigen Unterhalter oder einfach nur nach einem Gefährten sind: Vielleicht ist ein Haustier das perfekte Mittel auch für Sie!

Annelise Driscoll

Annelise is a graduate of Hamilton College who enjoys writing, reading and roller derby. When she isn't noveling, she can be found doing yoga and watching British baking shows.
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